Über uns

Mitte 2017 begab es sich, dass sich ein begeisterter Hobby-Drechsler die Aufgabe stellte, den EINEN, den perfekten Füller zu bauen. One pen to rule them all.

Mit nur einem (dem Besten!) statt neun Gefährten machte er sich auf, einen langen steinigen Weg bis zum Schluss zu gehen. Nach vielen Hürden und Gefahren führte der Pfad eines Tages nach Wiesbaden zu Gerhard Christmann... jeder stößt bei einem großen Vorhaben eines Tages an eine unüberwindbare Grenze und benötigt die Hilfe und den Rat eines Weisen.

Und der Weise hatte Rat!

Am Ende einer langen, ersten intensiven Begegnung miteinander verließ unser Protagonist den Weisen vom Berge Starbond Europa... nachdenklich... und grüblerisch...  

Die nächste Drechselbaustelle war gelöst, der Weg bis zur nächste Kurve wieder frei, es ging weiter. Die Herstellung des EINEN Füllers wurde erneut ein kleines Stückchen realer... die Vision manifestierte sich wieder ein kleines Stückchen mehr. Ein kleines Stückchen... noch viele Steine sollten folgen. 

Doch dies wäre die Geschichte vom Parrot Pen.
Diese Geschichte soll hier und heute nicht erzählt werden.

Hier und heute erzählen wir die Geschichte von Starbond Europa, von Writing Turning Flipping und von Sascha Stölp, der im Sommer 2017 auf der Rückfahrt von Wiesbaden darüber nachgrübelte, ob er seine 20-jährige Karriere in der Industrie aufgeben und das Abenteuer Selbstständigkeit eingehen soll.

Er ging... und Sie gehen hoffentlich mit ihm.
Wir wollen doch am Ende auf mehr als neun Gefährten kommen :-)



 





Mein Name ist Sascha Stölp und der unverzichtbare Gefährte in meinem Leben, meinem Beruf und bei diesem riesigen Abenteuer ist nicht Samwise Gamgee sondern Jennifer Toh-Mohr.

Ich bin ein detailverliebter, versessener und sturer Perfektionist... und dennoch ganz umgänglich. Nur Technik, die nicht funktioniert sowie nicht durchdachte, halbherzige und überteuerte Produkte können mich in Rage bringen. Da ich meine Leidenschaft in der Liebe zum Detail gefunden habe und die Handwerkskunst sehr zu schätzen lernte, bin ich seit frühester Jugend ein passionierter Sammler von handwerklich toll gefertigten Taschenmessern, von präzisen, mechanischen Uhren mit einer besonderen Komplikation und von liebevoll gefertigten Schreibgeräten. Als Ingenieur geht es mir dabei stets um die alltagstaugliche Nutzung und den faktischen Mehrwert in der Anwendung; nicht ums Sammeln an sich. Nicht um Prestige. Nicht um Tresorschätzchen. Der wahre Wert entsteht für mich vor allem bei der Benutzung... im Detail des Objekts offenbart sich das Herzblut und die Passion des Handwerkers, die mich so oft unbewusst zum Lächeln bringen. Jedesmal aufs Neue, wenn ich auf meine tickende, lebende Uhr (anstatt auf die digitale Anzeige meines Mobiltelefons) schaue, jedes Mal, wenn ich den Geruch von Holz wahrnehme, wenn der Meißel die ersten Späne abgehoben hat, jedes Mal, wenn ich den individuellen Duft von Tinte rieche und das warme Celluloid des Füllers in den Händen spüre... kleines Glück im Alltag :-)

Der englisch-sprachige Raum nutzt für diese Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs gerne die etwas vereinfachende Bezeichnung "EDC", Every Day Carry. Manch andere, wie auch ich, sprechen lieber von EDU, Every Day Usage, da das Wesen des Gegenstandes vorrangig durch die tatsächliche, alltägliche Nutzung bestimmt wird. Nur schönes Aussehen allein ist mir persönlich zu wenig. Besitzen, um des Besitzen-Willens zu langweilig.

Es bringt mir besondere Freude, mit einem hochqualitativen und wertigen (statt billigen ... nicht günstigen) Drechseleisen MEINE Ideen aus Holz oder Harz in die Wirklichkeit umzusetzen. Zu formen, was ich vorm geistigen Auge sehe (auch wenn das geistige Auge manchmal eine Sehhilfe bräuchte).

Mir bereitet es beinahe schon meditative Erholung, mit einem unikaten und liebevoll konstruierten Füller mit duftender Tinte einen Brief an einen Freund zu schreiben... statt auf harten, kalten Plastikknöpfchen ein digitales Stakkato zu veranstalten und ein paar Bytes durch den Äther zu schicken. Die Worte fließen so zwar etwas langsamer, da es mehr "Arbeit" ist, aber damit auch wohlüberlegter und intensiver. Weniger ist oft mehr.

Diese Liebe für das Besondere und die Wertschätzung passionierter Handwerkskunst brachten mich selbst zum Drechseln... und letzten Endes, über ein paar Umwege, auch zu diesem Shop. Hier möchte ich gerne diese Leidenschaft mit Ihnen teilen. Wir sind wenige, die das Besondere sehen und wertschätzen können... aber selbst einer wäre ausreichend :-)

Ich habe es mir zum eisernen Credo gemacht, nichts anzubieten, von dem ich nicht selbst überzeugt bin. Bei meiner Messer- und Füllerauswahl für diesen Shop war das sehr einfach. Seit frühester Jugend begeistere ich mich bereits hierfür. Alles, was Sie hier sehen, habe ich getestet, ausprobiert, begutachtet und bewertet. Vieles besitze ich als Privatperson. Nur so kann ich es einem Gleichgesinnten mit ruhigem Gewissen empfehlen. 

Das Produktportfolio von Starbond Europa ist hingegen so umfangreich, dass ich diese Aussage, zumindest im Augenblick, nicht reinen Gewissens machen könnte. Über 17 Jahre fanden hier Produkte zueinander und ergänzten sich sinnvoll. Wurden getestet und für den Shop ausgewählt. Von den über 1000 Artikeln habe ich zwar jeden einzelnen schon (mehr als einmal) in der Hand gehabt, doch fehlen mir heute, im Dezember 2017, die Jahrzehnte an Erfahrung. Und DENNOCH kann ich Ihnen mit ruhiger Stimme versprechen, dass auch all diese Produkte meinem oben genannten Credo folgen! Auch Gerhard Christmann dachte und denkt in den exakt selben Zügen. Hatte dieselbe Vorgehensweise, wenn er über all die Jahre sein Angebot zusammenstellte. Nichts blieb bei ihm ungetestet, kein minderwertiges Produkt fand Eingang in seinen Shop und trug seinen Namen. Wie schön, einen Bruder im Geiste gefunden zu haben. Nicht ohne Grund kamen wir zwei so schnell auf einen Nenner :-)

Sie kaufen daher beruhigt und im vollen Vertrauen, dass die Auswahl an angebotenen Artikeln zuvorderst und primär nach Funktion und Preis-Leistungs-Verhältnis stattgefindet, und niemals nur nach Preis! Versprochen!
Wenn ich von einem Artikel und seinem dazugehörigen Preis nicht überzeugt bin, werde ich Ihnen diesen nicht anbieten. Wie sonst sollte ich Ihnen in die Augen schauen können? Ich verstecke mich nicht unsichtbar und getarnt hinter der Neutralität eines anonymen Onlineshops, sondern zeige Ihnen hier mein Gesicht, mein Heim und meine Welt. Gerne können Sie sich auch persönlich ein Bild machen und zum Shoppen zu uns nach Alsenz kommen... wir würden uns sehr freuen :-)


Und da sind wir beim nächsten Thema: Alsenz. Wie zum Teufel kommt man nach Alsenz?
Ausgerechnet nach Alsenz?

Es war und ist die alte Synagoge von Alsenz. Das Gebäude selbst. Ein Bau aus dem Jahr 1760. Sein kleiner Gebetssaal bot in früheren Zeiten Raum zur Andacht, später war er Veranstaltungsort für Konzerte und Ausstellungen... nach dem Krieg und der Säkularisierung war er auch einmal das Zuhause für Ziegen.
Daneben war im angeschlossenen Wohngebäude über viele Jahre eine israelitische Schule untergebracht. Heute haben wir in den ehemaligen Lehrräumen unser Schlafzimmer und das Winterwohnzimmer eingerichtet.
Schon bei der ersten Besichtigung des damals noch leerstehenden und ungeheizten Hauses im kalten November 2016 strahlten die Mauern soviel Leben, Wärme, Geschichte und Authentizität aus, dass es einem sofort das Gefühl von Zuhause vermittelte. Hier wollten wir wohnen. Der Rest kam später. 

Heute leben wir hier zu siebt:
meine Partnerin Jenni und ich, sowie Pebbles, BamBam Junior, Klaus, Violet und Sunny... fünf Rosenköpfchen. Zwergpapageien. Manchmal Zwergpapageien. Oft auch Fledermäuse, Räuber, Schlawiner und Gangster; immer jedoch auch gleichzeitig Frechdachse und Spitzbuben (und -mädchen!), denen es nie langweilig wird, ihre große Welt der Synagoge zu erkunden. Die fünf freuen sich dabei auch immer sehr über eine evtl. mitgebrachte Begleitung unserer Kunden und verkürzen diesen (und ganz egoistisch sich selbst) die Zeit des Wartens durch Neugier, Schabernack... und Verfressenheit. Natürlich sind die Könige der Luft in einem Nebenraum untergebracht und überlassen Ihnen "ihre" Synagoge, falls Sie verständlicherweise mit fliegendem Federvieh nichts anfangen können.


Für die frechen Papageien ist der sechs Meter hohe ehemalige Gebetssaal mit seinen hellen, deckenhohen Fenstern perfekt. Aus unserer Sicht auch ideal, um in dieser Atmosphäre unser neues Ladengeschäft mit eigener Drechselecke einzurichten. Somit können Sie bei uns nicht nur anfassen, sondern auch ausprobieren. Manches erschließt sich so einfacher und schneller als durch viele Worte und Bilder.


Da zu der Synagoge auch ein kleiner Innenhof mit Gärtchen gehört, freuen wir uns schon jetzt, die beliebten Drechselsamstage in der warmen Jahreszeit weiter anbieten zu können. Für Kunden, die diese Veranstaltungen noch nicht kennen, möchte ich kurz erklären, worum es geht:

Treffen, quatschen, schauen, lernen, lachen... und in der Regel gibt es auch etwas zu essen und zu trinken. Für Sie kostenlos. 

Gerhard Christmann fing diese schöne Tradition an und lud zu Drechselvorführungen an seine heimische Drechselbank ein. Ein geselliges Miteinander, primär gedacht, um sich untereinander austauschen zu können und die einmalige Gemeinschaft der Drechsler zu genießen. Keine Verkaufsveranstaltung, keine Kaffeefahrt! Es gibt hier keine Wolldecken und kein "36-teiliges Service-Set zum einmaligen Sondervorteilspreis nur heute" zu kaufen. Den Drechselladen haben wir an solchen Tagen natürlich dennoch geöffnet, sodass Sie sich versandkostenfrei gleich mitnehmen können, was Ihnen am Herzen liegt. Die Termine hierzu und zu anderen Veranstaltungen finden Sie auf unserer Webseite im Footer angekündigt (Klick). Wir freuen uns außerordentlich, wenn Sie zu diesen Veranstaltungen Ihre eigenen Drechselstücke mitbringen. Die gelungenen, genauso wie die misslungenen. Unter den Anwesenden findet sich immer jemanden, der weniger Erfahrung hat und Anregung durch die gezeigten Stücke mitnimmt. Genauso wie oft jemand da sein wird, der bereits etwas mehr Erfahrung hat und dem Suchenden vielleicht den einen benötigten Tipp geben kann. Jeder macht seine Fehler gerne selbst, doch manchmal kann ein kleiner Ratschlag viel Wert sein. Da Sie in der Regel nach dem Treffen auch nicht hungrig aus Alsenz wegfahren werden und wir stets einige Kleinigkeiten zum Essen und Trinken anbieten, bitten wir Sie um eine kurze, unverbindliche Anmeldung. Danke!


Wir freuen  uns sehr über Ihren Besuch, egal ob zum Drechselsamstag oder einfach so! Da unser Multitasking leider etwas zu wünschen übrig lässt, vereinbaren Sie daher bitte kurz vor Ihrem Besuch unverbindlich und zwanglos einen Termin mit uns. Somit können wir uns ohne Ablenkung ganz Ihnen und Ihrem Projekt widmen und sicherstellen, dass wir uns nicht zwischen mehreren Kunden aufteilen müssen. Wir glauben daran, Ihnen so die bestmögliche Beratung bieten zu können.


Falls Sie es nicht schon entdeckt haben, schauen Sie sich auch gerne unsere Kontakt- und die Ihr Weg zu uns-Seite im Footer-Bereich unseres Internetauftritts an. Dort finden Sie hoffentlich alle Fragen beantwortet, die sich evtl. vor einem Besuch stellen. 


Wir freuen uns auf Ihren Einkauf bei uns und bedanken uns für Ihr Vertrauen!

 

Sascha Stölp
Jennifer Toh-Mohr